Hier werden bekannte wie auch unbekannte Krankheiten vorgestellt und möglichst einfach erklärt. Da viele Themen auch bei anderen Maine Coon bzw. Rassekatzenseiten ausführlich beschrieben und behandelt werden, berichte ich hier nur kurz und einfach über wichtige und eigene Erfahrungen, bzw. Erlebnissen. Ansonsten werden künftig auch bei Der Unterseite Buchtipps entsprechende Hinweise zu weiterführender Lektüre zu finden sein.

 

 

Thema 1: Feline Fibroadenomatose   (Milchdrüsenerkrankung)

 

Die Ursache für diese Erkrankung ist bislang ungeklärt, allerdings entstehen dabei Gelbkörper.

  1. Als gesichert gilt eine Beteiligung des Sexualhormons Progesteron.
  2. Die feline Fibroadenomatose entwickelt sich stets in der Phase eines hohen Progesteronspiegels während des Sexualzyklus. Also im Anschluss an die Rolligkeit, während einer Trächtigkeit oder Scheinträchtigkeit.   (Daher erkranken hier eher weibliche unkastrierte Kätzinnen im Alter bis zu 2 Jahren.)  
  3. Unter dem Progesteroneinflusses kommt es zu einer starken Vermehrung der Zellen der Milchdrüse.
  4. Die Erkrankung beginnt zunächst ohne Störung des normalen Allgemeinbefindens. In der weiteren Entwicklung kommt es zu einer sich verstärkenden Größenzunahme des Unterbauches.
  5. Sekundär kann es zu einer Unterversorgung mit Blut, zum Absterben des Gewebes infolge des erhöhten Unterbauchdruckes, zu Schwierigkeiten beim Laufen und zu reduzierter Futteraufnahme kommen.
     
    Mittlerweile wurde von Wissenschaftlern herausgefunden, dass die feline Fibroadenomatose durch die Medikation zur vorläufigen Unfruchtbarkeit, den sogenannten Katzenantibabymitteln, bei Kätzinnen entstehen kann.

 

 

Massnahmen zur Behandlung:

 

►künstliche Auslösung der Gelbkörperrückbildung durch Prostaglandin F2+-

( wird auf Grund von starken Nebenwirkungen nicht von Fachleuten empfohlen)

 

►medikamentelle Behandlung mit Antiprogesteronen, z.B. Aglepriston. Dieses wird durch Injektionen injestiziert.

 

►oder als häufigste Massnahme die Kastration der Katze.

 

 

 

Meine TÄ riet mir zur Kastration obgleich Xelia ja als Zuchtkatze gedacht war. Die Kastration war Ihrer Empfehlung nach das beste Mittel, da ansonsten die feline Fibroadenomatose eventuell sich später zurückmelden könnte.

Und dieses wollten wir unserer Xelia doch in Zukunft ersparen. Deswegen willigte ich nach der Beratung meiner TÄ der Kastration zu, zum Wohle von Xelia.

 

Mittlerweile geht es Ihr wieder bombastisch. In den kommenden Tagen versuche ich aktuellere Bilder hochzuladen, so dass meine Lieblinge wieder aktualisierter zu sehen sein werden.

INFO:

 

Dass muss Ihr Tierarzt wissen:

Mit diesen Angaben erleichtern Sie dem TA die Diagnose:

 

►Allgemeine Symptome:

Seit wann treten die Beschwerden auf?

Hat sich der Zustand in den letzten Stunden verschlimmert?

Erbricht sie, hat sie Durchfall oder ist Blut im Harn?

 

►Appetit:

Was hat Sie zuletzt gefressen?

Hat sie eventuell Giftstoffe (Chemikalien, giftige Pflanzen) aufgenommen?

 

►Verhalten:

Ist sie teilnahmslos, unruhig oder aggressiv?

 

►Hat sie bereits Medikamente genommen?
 

Inkubationszeit

Dieses ist die Spanne zwischen Infektion und Krankheitsausbruch.

Je nach Erkrankung dauert es wenige Stunden bzw. Tage (z.B. beim Katzenschnupfen) bis zu mehreren Jahren ( Katzenleukose - Katzenaids/FIV )

 

Katzenaids

Das Feline Immunschwäche-Virus (FIV) wird direkt von Katze zu Katze übertragen. Dieses geschieht vor allem durch Bisse, aber auch bei der Verpaarung.

Erst, noch unspezifische Symptome treten erst oft nach Jahren auf ( Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Fieber).

Später kommt es zu Blutveränderungen, Hauterkrankungen, Entzündungen von Mund- und Nasenhöhle und erhöhter Infektanfälligkeiten.

Die Schwächung des Immunsystems führt letztlich zum Tod des Tieres.

Durch die Verwandschaft des FIV zum menschlichen HIV wird der das FIV auch Katzenaids genannt.

Das FIV ist allerdings nicht auf den Menschen übertragbar, und der Katzenhalter somit nicht gefährdet.

Impfkalender:

Die Katze muss bei der Impfung gesund und wurmfrei sein.

 

Grundimmunisierungen (Erstimpfungen):

 

Katzenschnupfen und Katzenseuche  8.-9. sowie 12.-13. Woche

Tollwut 12.-14. Woche

Leukose 16.-20. sowie 20.-24. Woche

FIP (ansteckende Bauchfellentzündung) Impfung wie gegen Leukose

 

Die Impfungen müssen jährlich, bzw. nach der ersten Jahresauffrischung,-tlw. nach 2 Jahren aufgefrischt werden.
Entwurmen

Die meisten Jungtiere haben Würmer. Daher werden Kätzchen bereits mit zwei Wochen entwurmt. Bei Katzen mit Auslauf muss ein- bis viermal pro Jahr eine Wurmkur durchgeführt werden. Bei Wohnungskatzen reicht regulärerweise einmal im Jahr die Entwurmung.

Entwurmt wird ca. 14 Tage vor dem jährlichen Impftermin.